Schwerpunkt

Ausgabe 3/2012

Fit für das Unbekannte: Lehrende, das Internet und Smartphones

AutorIn: Barbara Buchegger

Saferinternet.at führt pro Jahr mehrere hundert Workshops durch. Dabei kommen immer wieder dieselben Themen zur Sprache, die in der Aus- und Weiterbildung zu wenig berücksichtigt werden. Barbara Buchegger formuliert dahingehend Faustregeln für den medialen Alltag in der Schule.

Inmitten der digitalen Revolution, in der schon Babys eher iPads bedienen können, als in einem Buch blättern und SchülerInnen immer mehr Ablenkungen vom "schulischen Lernen" haben, wo das Smartphone eine größere Bedeutung hat als das Schulbuch, verändert sich auch das Unterrichten. Noch wissen wir nicht genau, wo es hingehen wird. Noch? Vielleicht werden wir es nie wissen. Vielleicht müssen wir uns genau damit anfreunden, mit dem Leben im Ungewissen. Mit den ständigen Veränderungen, mit den ständig wechselnden Herausforderungen. Kaum ist eine geschafft, kommt schon die nächste. Wir bilden Kinder für Berufe aus, die wir heute noch nicht kennen. Wir schaffen die Basis für eine Welt, die sich heute noch niemand vorstellen kann. Wir bereiten Kinder auf Situationen vor, die sich noch niemand erträumen kann. Auch wenn das unerreichbar scheint, es ist machbar!

In den Workshops von Saferinternet.at sind diese Veränderungen immer wieder Thema, denn Lehrende sind oft genug stark verunsichert. Und so sind die Diskussionen mit Lehrenden nicht allein auf technische Aspekte reduziert, wie viele Lehrende aber vor den Workshops oft annehmen. Viel eher sind es ganz grundsätzliche Fragen des Unterrichtens, Rechtliches oder des Zusammenlebens in der Schule.

 

1. Digitale Technologien beherrschen

Der Umgang mit digitalen Technologien ist nicht immer leicht. Oft genug klappt einfach gar nichts. Man versteht nichts, es funktioniert nicht so, wie man es sich vorstellt. Und das geht den erfahrensten Personen so, das sollte man nie vergessen. Verzweiflung ist angesagt. Oder Verweigern. Beides ist nicht besonders gesund oder hilfreich im Sinne der Burnout-Prävention. Niemand wird darum herumkommen, sich die grundlegenden Skills anzueignen und einigermaßen am Laufenden zu bleiben. Dazu zählt der Umgang mit dem Betriebbssystem, den wichtigen Anwendungsprogrammen, dem regelmäßigen Back-Up/Virenschutz, aber auch die Kenntnis über beliebte Programme im Internet. Dennoch: Auch wenn man viel Zeit und Energie in Weiterbildung investiert, nie wird man alles wissen und können. Warum also sich nicht ExpertInnen holen? Warum sich nicht helfen lassen? Und oft genug hat man die besten Expert/innen in der eigenen Klasse sitzen. Warum sie also nicht nutzen? Im Lehrberuf hat man hier einen eindeutigen Vorteil im Vergleich zu fast allen anderen Berufen. Die ExpertInnen sitzen reihenweise vor einem und sind oft genug motiviert einem – kostenlos und mit großer Energie – zu helfen. Ja, natürlich, man hätte solche ExpertInnen manchmal auch zu Hause, doch da schaut es mit der Motivation oft etwas anders aus ...

Der Umgang mit digitalen Technologien braucht sowohl Basiskenntnisse bei allen Beteiligten, als auch die Bereitschaft, ständig weiter zu lernen. Dazu ist nicht nur formales Lernen (wie in Weiterbildungsveranstaltungen), sondern vielmehr das informelle Lernen, das in den Alltag integriert ist, gemeint. Diese Wege sind höchst individuell und müssen für jede Person auch individuell entwickelt werden.

 

2. Die eigenen Unterlagen – Vorbild sein!

Natürlich wissen die meisten Lehrenden, dass das Urheberrecht für ihren Beruf ganz konkrete Auswirkungen haben könnte. Und natürlich sind die meisten Lehrenden durch entsprechende Abkommen zwischen Verwertungsgesellschaften und Schulerhaltern bis zu einem gewissen Grad vor Strafen geschützt. Dennoch: Lehrende sind auch Vorbilder für ihre SchülerInnen. Wie sie es mit dem Urheberrecht vorleben, so ahmen es ihre SchülerInnen nach. Sind auf Tests Bilder zu finden mit Angaben zur Autorenschaft, sind auf Arbeitsblättern Quellen angegeben und erleben dies SchülerInnen Tag für Tag, so ist es einfacher, sich urheberrechtlich unbedenklichere Verhaltensweisen anzugewöhnen. Thematisiert eine Lehrkraft, dass es nach dem Urheberrecht an sich nicht in Ordnung ist, einen aus dem Geschäft bezogenen Film in der Öffentlichkeit vorzuführen und dies in der Schule nur aufgrund der Abmachung zwischen Schulerhaltern und Verwertungsgesellschaft geht, so werden SchülerIinnen auch in ihrem eigenen Verhalten eher nachdenken.

Lehrende brauchen in den von ihnen erstellten Unterlagen Hinweise auf Quellen und sollten nach Möglichkeit immer solche Inhalte nutzen, die dies nach dem Urheberecht auch zulassen. Dazu zählen beispielsweise Inhalte mit einer „Creative Commons“-Lizenz. Das Urheberrecht kann vielfältig im Zuge des Unterrichtes thematisiert werden, um somit zu erreichen , dass man selbst und die SchülerInnen eine größere Sicherheit im Umgang mit unsicheren Situationen erhalten.

 

3. Quellenkritik

Da kam eine Schülerin und hielt ein Referat über Fische im Amazonas. Die Lehrerin hatte – ehrlich gesagt – von dieser Fischart noch nie was gehört. Konnte sie das aber vor der Klasse zugeben? Nein, niemals! Dann lieber die Schriftgröße in der Powerpoint beurteilen! Dann lieber die Gestaltung des Handouts hinterfragen. Quellenkritik, noch nie gehört. Na, dann wird’s Zeit! Ja, kann schon sein, dass Wikipedia nicht allen wissenschaftlichen Anforderungen an eine Diplomarbeit entspricht . Muss es ja auch nicht. Aber ausschließlich daraus zu kopieren und es den eigenen SchülerInnen zu verbieten, das kann auch nicht erfolgversprechend sein. Wikipedia ist eine wunderbare Quelle, um sich in neue Themen einzuarbeiten. Dann aber braucht es die eingehende Beschäftigung mit den Quellen zu diesem neuen Sachgebiet. Lehrende sind hier noch nicht ausreichend erfahren und haben selbst einen Lernbedarf. SchüleIinnen jedoch auch. Auch für sie ist es verleitend, einfach für die Hausübung oder das Referat aus Wikipedia zu kopieren. Dann noch schnell die Vor-Formatierungen herauslöschen und schon passt alles. Quellenkritik zu erlernen und zu üben, geht am besten gemeinsam. Die Beschäftigung mit Quellen nicht zu ignorieren, sondern ab der ersten Klasse Volksschule anzugehen, mag überspannt wirken, ist jedoch die beste Basis, um in späterer Zeit weniger Probleme zu bekommen.

Quellen kritisch zu beurteilen und dies ganz selbstverständlich umzusetzen, ist für niemanden einfach. Es muss erlernt und geübt werden. Im Zeitalter des Internet ist dies jedoch eine besonders wichtige Fähigkeit, die bereits ab jungem Alter immer wieder mit den SchülerInnen angegangen werden kann.

 

4. Paradigmenwechsel in der Lehre

Die Fachpresse ist voll mit Artikeln und Videos zu den Veränderungen des Lernens, dem "Paradigmenwechsel" und den veränderten Formen des Lernens der heutigen Kinder. Die Lösung vieler dieser ExpertInnen: Weg von der Wissensvermittlung mittels langweiligen Vorträgen im Klassenzimmer hin zur Vermittlung der eigenen Wissensgenerierung. Die Lehrkraft werde zum Coach, sie begleite Lernende auf dem eigenen individuellen Lernprozess. Angebote im Internet – wie die "Khan-Academy" – machen es vielleicht leichter, sich auf die Interaktionen im Klassenzimmer selbst zu konzentrieren. Methodenvielfalt als Antwort auf die hohen Drop-out-Raten von Jugendlichen. Aber woher diese Methodenvielfalt bekommen? Wie dies schaffen, wenn die zeitlichen Ressourcen immer knapper und die Anforderungen an die einzelne Lehrkraft immer größer werden? Auch die Angst vor dem eigenen Versagen? Angst vor den Bildungsstandards? Angst vor der Vergleichbarkeit durch die Zentralmatura? Wie den Schritt vom Lehren mit „erhobenen Ziegefinger“  hin zum Fußball-Coach schaffen? Wie weg kommen von der Feedback-Kultur des"Ja, aber"? Wie dazu kommen, Kinder einzeln als Gesamtwesen wahrzunehmen, wenn man nur 45 Minuten pro Woche in einer unruhigen Klasse verbringen kann? Zuerst einmal, Angst ist nie ein guter Ratgeber und Impulsgeber. Angst bremst die Energien, die es bräuchte, um Neues ausprobieren zu können und damit sich selbst weiterzuentwickeln. Und dann: Langsam anfangen und in kleinen Schritten sich selbst und die eigenen Lehr-Methoden weiter entwickeln. Sich durch KollegInnen oder durch Geschichten inspirieren lassen. Dinge gemeinsam ausprobieren. Nicht nur SchülerInnen lernen in einer Lerngruppe besser, auch Lehrende funktionieren in der Regel so. Die eigene Fachgruppe überzeugen, etwas Neues zu probieren, sich nicht von Fehlschlägen abbringen lassen. Was in der einen Gruppe funktioniert, muss in der anderen nicht erfolgreich sein. Aber natürlich auch umgekehrt! Und: auf die eigene Psychohygiene nicht vergessen. Sich selbst einen Platz zum „ausraunzen“ schaffen, der kann auch professionell unterstützt sein. Aber: es nicht dabei belassen, denn dazu ist das Leben zu kurz!

Die sich verändernde Lehrenden-Rolle muss ständig mit neuem Leben erfüllt werden. Dies kann am besten in Zusammenarbeit zwischen Lehrenden und SchülerInnen oder unter Kolleg/innen stattfinden.

 

5. Neues aneignen und einsetzen können

Da hat ein Lehrer Schwierigkeiten bekommen, weil er mit seinen SchülerInnen in Facebook befreundet ist. Weil er sich selbst Guidelines für "Social media" zugelegt hat. Weil er sich überlegt hat, wie er in einer schwierigen Situation reagieren kann und soll. Weil er für seinen SchülerInnen über die ihm zugebilligte Zeit zur Seite stand und sie des Öfteren in unangenehmen Situation unterstützte. Ihm wurde vorgeworfen, zu viel "Nähe" zu seinen SchülerInnen zu haben, nicht die "nötige professionelle Distanz" wahren zu können. Mag sein, dass dies nur von Neidern oder von verunsicherten Vorgesetzten kam. Eines zeigt es aber deutlich: Für die Einzelperson ist es nicht leicht, sich professionell neuen Herausforderungen zu stellen. Er oder sie wird dadurch angreifbarer und es braucht dann fachliche Autoritäten, die diesen Personen zur Seite stehen und sie mit den entsprechenden Argumenten unterstützen können. Wie man sich diese organisiert, muss gelernt sein und dies bereits in der Ausbildung. Entsprechende Netzwerke helfen dabei zweifelsohne. Nicht nur zur Absicherung der eigenen Karriere, sondern auch zur Bewältigung von unsicheren und neuartigen Situationen. Vielleicht sind dies jedoch ganz andersartige Netzwerke als bisher.

Am Laufenden zu bleiben und neue digitale Technologien im Unterricht und rund um den Unterricht zu nutzen ist und bleibt eine Herausforderung. Dies gelingt am leichtesten, wenn man in Gruppen aktiv ist und miteinander ausprobieren kann. Dies können Netzwerke an der eigenen Schule sein, aber auch schulübergreifende Netzwerke, z. B. in Fachgruppen oder E-Learning-Netzwerken. Vorgesetzte brauchen fachkompetente Ansprechpersonen, sollte es in der Umsetzung mit den verschiedenen AkteurInnen zu Unstimmigkeiten kommen.

 

6. Neue SchülerInnen haben neue Ansprüche

Bleiben wir aber noch einen Moment bei den Sozialen Netzwerken. Ja, die SchülerInnen seien nur abgelenkt, niemand kann sich mehr länger als ein paar Minuten konzentrieren. Statt dem Unterricht zu folgen, folgen sie ihren „Freunden“ online. Nicht der Stoff interessiere sie, viel mehr ihr soziales Umfeld. Fad sei der Unterricht, nicht besonders brauchbar, meinen oft jene, die dem Unterricht dann irgendwann gar nicht mehr folgen. Viel auffallender wird dies wohl mit der Generation iPad, die bereits im Babyalter mit Lernsoftware in Berührung gekommen ist und lange vor ihrer formalen Schulbildung mit digitalen Bildungsangeboten kompetent umgehen kann. Wird es bei diesen Kindern dann ausreichend sein, sich über mangelnde Konzentrationsfähigkeit oder der Zunahme von ADHS zu beklagen? Wird es ausreichend sein, den Eltern „die Schuld zu geben“, dass ihre Kinder so viel Zeit mit digitalen Geräten verbringen? Welche Anforderungen diese Kinder haben werden, ist noch nicht abschätzbar, zweifelsohne aber werden sie welche haben. Drop-Outs aus den Schulen haben bereits heute oftmals andere Anforderungen, als die Schule ihnen bieten kann.

Individualisierung und Methodenvielfalt werden allgemein als ein guter Weg in die Richtung der besten Unterstützung der vielfältigen Lernbedürfnisse von SchülerInnen angesehen. Sich hier ein breites Repertoire zuzulegen, ist ein guter Schritt. Vieles auszuprobieren und mit SchülerInnen gemeinsam zu reflektieren ebenso.

 

7. Ungeeignete Inhalte

Der 8-jährige Paul wurde in der Schule durch seine Mitschüler mit Pornos konfrontiert und die anwesende Lehrerin hat’s ignoriert. Der Schaden beim Buben war groß, die Vorgesetzten der Lehrerin meinten auf Anfrage der Eltern nur lakonisch, ja "so etwas könne halt vorkommen" und "die Lehrerin könne ja nicht überall sein". Stimmt. Hätte auch zu Hause vorkommen können. Und die Eltern hätten es auch nicht sofort bemerkt. Dennoch: Lehrende sind sich oft gar nicht bewusst, wie einfach es ist, in der Schule an Pornos etc. heranzukommen. Die Hoffnung ist, dass dies aufgrund von Filter und Sperren „ohnehin nicht zugänglich ist“ und man sich darum also nicht kümmern muss. Gewalthaltige Inhalte gibt es schon lange, doch die Verfügung ist leichter geworden. Lehrende müssen sich dessen also sehr wohl bewusst sein und bei Kindern schon im Verhalten erkennen können, was „abgeht“. Kann die Lehrerin also, wie in Pauls Geschichte, schon am ersten Kichern erkennen, dass es sich hier um ungeeignete Inhalte handelt und dadurch schon sehr früh einschreiten, so kann sie Kinder wie Paul vor Schaden bewahren.

Ungeeignete Inhalte sind nach den österreichischen Jugendschutzgesetzen verboten. Als Erwachsener hat man dafür zu sorgen, dass ein Zugang nicht möglich ist. Da dies im Zeitalter von Smartphones und digitalen Geräten nicht gerade einfach ist, geht es vielmehr darum, sich an Verhaltensweisen der Kinder und Jugendlichen zu orientieren. Hat man als Lehrkraft den dringenden Verdacht, dass auf dem Handy eines Kindes entsprechende Inhalte sind, darf man das Handy auch kontrollieren. Doch – das muss man auch können!

 

8. Cyber-Mobbing

Der Umgangston unter den Jugendlichen werde immer rauer, die Ausdrucksformen immer "tiefer". Gewalt nehme zu und im Internet sei ein guter Platz dafür. Da könne man doch in der Schule nichts machen, es sei doch das "Privatvergnügen". Dies sind einige Kommentare von Lehrenden rund um’s Thema Cyber-Mobbing. Und es werden immer mehr Lehrende, die sich mit dem Thema beschäftigen müssen, die betroffenen Kinder werden zunehmend jünger, die Vorgehensweisen schlechter durchschaubar. Die mediale Aufmerksamkeit für das Thema hat zur Folge, dass sich – auf der seinen Seite – mehr Menschen des Phänomens bewusst sind, auf der anderen Seite aber auch der Begriff inflationär behandelt wird. Hier den richtigen Mittelweg zu finden, gute Methoden zur Prävention – aber auch Schritte im Fall des Falles – ist und bleibt eine Herausforderung für Lehrende.

Auch wenn Cyber-Mobbing im Privatbereich der SchülerInnen stattfindet: Es beeinflusst immer das Kerngeschäft der Schule, den Unterricht. Und schon alleine aus diesem Grund ist man als Lehrperson gut beraten, geeignete Interventionen zu kennen und Zeit und Energie in die Prävention zu stecken. Denn: Ist es einmal so weit, müssen nicht nur Lehrende ohne Internet-Erfahrung plötzlich Online-Detektive werden und in einem Feld agieren, das ihnen fremd ist. Auch als gesamte Schule ist man dann davon betroffen und es sinnvoll, sich in Richtung Prävention einiges zu überlegen und dies regelmäßig zu wiederholen!

 

9. Handy in der Schule

"Verbieten! Störsender! Abnehmen!", das sind manchmal die verbalen Reaktionen auf die zunehmende Smartphone-Verbreitung an Österreichs Schulen. Es scheint fast wie ein verzweifelter letzter Versuch, einen längst vergangenen Zustand wiederherstellen zu wollen. Dennoch: Ob wir wollen oder nicht, die Smartphones sind in den Schulen in Verwendung. Ob gewollt oder geachtet, sie werden von österreichischen SchülerInnen, aber auch Lehrenden genutzt. Man könnte also sagen: Alle haben's, alle nutzen's, aber alle empfinden die jeweils anderen als störend: Die Lehrenden haben den Eindruck, dass es vom Unterricht ablenkt oder den Unterricht einfach negativ beeinflusst. Die SchülerInnen empfinden die Lehrenden als störend, weil sie ihr Lieblingsgerät, das sie in allen Lebenslagen nutzen, in der für sie wichtigen Lebenslage Schule weglassen müssen. Irgendwie absurd.

Spielregeln für den Umgang mit Handy und anderen mobilen Geräten sind eine wichtige Basis für das störungsärmere Zusammenleben in der Schule. Spielregeln, die miteinander entwickelt werden und von allen eingehalten werden. Und die auch darauf eingehen, dass digitale Geräte ein guter Lernbegleiter sein können! Vielleicht ganz nach dem Motto: Nutzen statt verbieten!

 

10. Safer Internet – ab in den Unterricht!

Es gibt viele Themen, die Lehrende beschäftigen, und es werden im Laufe der Zeit auch immer mehr. Dies heißt aber nicht, dass man daran verzweifeln soll oder resignieren kann. Bester Schutz und beste Vorgehensweise: Augen auf und hinein ins Vergnügen! Ein möglicher Weg ist hier, Safer Internet in den Unterricht aufzunehmen. In Biologie beispielsweise Quellen aus dem Internet zu hinterfragen, in Bildnerischer Erziehung die Urheberrechte und legale Alternativen zu besprechen. In Deutsch ein Projekt zu Cyber-Mobbing oder in Mathematik Statistiken aus dem Internet zu hinterfragen. Möglichkeiten gibt es zahlreiche, für alle Altersgruppen, in allen Gegenständen. Und: Man darf es! Der Lehrplan in allen Gegenständen lässt die Beschäftigung zu. Unterstützung, so etwa Ideen für die Umsetzung oder Videos zur Unterstützung, finden sich im Internet (z.B. auf www.saferinternet.at oder www.klicksafe.de). SchülerInnen danken es nicht nur mit vermehrter Aufmerksamkeit, sondern immer wieder auch mit veränderten Verhaltensweisen. Natürlich lassen sich externe ExpertInnen in die Klasse einladen, aber: Nachhaltig sind solche Aktionen dann, wenn auch Lehrende „Safer Internet im Unterricht“ umsetzen!

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