Praxis

3/2010 - Cultural Diversity

Meine, deine, unsere? - Diversität!

Medienprojekte zu Gender und Diversität im Alltag einer Wiener Schule

AutorIn: Kristina Reich

Medienprojekte zu Gender und Diversität im Alltag einer Wiener Schule

Die Themen Schule und Integration sind in der Öffentlichkeit sehr problematisch besetzt. Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund stammten aus „bildungsfernen“ Schichten, seien „integrationsunwillig“ und sprächen kein Deutsch bzw. würden dieses verweigern. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich ein viel differenzierteres Bild. Gerade klischeehafte Vorstellungen vom typischen Migrantenkind oder auch vom typischen muslimischen Migrantenkind werden dem Alltag in der Schule nicht gerecht. Niemand käme auf die Idee zu sagen, dass christliche Jugendliche so oder so seien. Muslimischen Jugendlichen passiert das immer wieder. Um Chancengleichheit herzustellen, muss auf die Vielfältigkeit der Jugendlichen eingegangen werden. Diversität ist längst der Alltag der Schülerinnen und Schüler. Um Jugendliche zu erreichen, muss das als Ausgangspunkt für schulische Bildung wahrgenommen werden und Unterschiede müssen als positives Entwicklungspotenzial gesehen werden (Khan-Svik/Yildiz 2009: S. 119). Diversität im Unterrichtsalltag ist alltägliche Herausforderung für das Unterrichten in jeder Schule, aber auch in jeder Organisation der Schule. In der Fachliteratur wird dies längst gefordert (Bendl 2007: S. 29-43).

Aber wie kann das in der Schule umgesetzt werden? Dabei spielt Projekt- und Medienarbeit eine große Rolle, um Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, Vielfalt wahrzunehmen, zu erleben, auszudrücken und als positiv zu erleben. Unterschiedliche Bedürfnisse verlangen nach unterschiedlichen Angeboten – ideal für Projekt- und Medienarbeit.

Der Artikel bezieht sich auf Erfahrungen und Projekte mit muslimischen Jugendlichen an der Islamischen Fachschule für Soziale Bildung (IFS) im 7. Wiener Gemeindebezirk. Sie ist eine dreijährige berufsorientierte Privatschule mit Öffentlichkeitsrecht. Der Schwerpunkt liegt im sozialen Bereich. So finden sich neben allgemeinbildenden Fächern Fächer wie Krankenpflege, Gesunden- und Altenpflege und die Vorbereitung auf die OrdinationsgehilfInnen-Ausbildung. Im dritten Jahrgang ist ein Sozialpraktikum verpflichtend. Die Schule dient darüber hinaus als Orientierungshilfe, um persönliche Begabungen und Eignungen der Jugendlichen zu klären.

Die Schülerinnen und Schüler der Schule haben in den meisten Fällen mindestens acht Jahre Pflichtschule hinter sich und damit schon eine Menge an Erfahrung im Schulsystem gesammelt. Sehr oft kommen sie frustriert und desillusioniert an die Schule und haben Minderwertigkeitskomplexe in Bezug auf ihre Kompetenzen entwickelt, vor allem in Bezug auf ihre Herkunft, ihre Religion und ihre Muttersprache. Doch welche Muttersprache sprechen sie? Vor allem Kinder mit türkischer Muttersprache sind nicht so leicht einzuschätzen was die Erstsprache der Eltern betrifft. Brizic´ zeigt in ihrer Untersuchung, dass das Neutürkische auch für die Eltern sehr oft eine später erlernte Sprache ist, um die eigentliche Muttersprache, die stigmatisiert ist, zu verschweigen und den Kindern eine bessere Chance zu bieten. Die Sprachenvielfalt in der Türkei (über 40 Sprachen) und die Sprachenpolitik der Türkei haben dazu geführt, dass für viele – freiwillig oder unfreiwillig – der erste Sprachwechsel jener ins Neutürkische war (Brizic´ 2007). Allerdings können die Auswirkungen fatal werden. Was es für den Spracherwerb bedeutet, wenn z.B. Geschichten, Reime und Lieder nicht weitererzählt werden können, weil das Vokabular fehlt, zeigt sich in den Sprachkenntnissen der Kinder und hat damit direkte Auswirkungen für den Spracherwerb des Deutschen. Insofern muss auch der Ausdruck der „bildungsfernen“ Eltern neu überdacht werden.

Diversität bedeutet, sich auf die unterschiedlichen bildungsmäßigen, sozialen und kulturellen Ressourcen einzulassen und diese zu berücksichtigen (Niesyto 2007: S.13). Ein Beispiel hierfür ist etwa das EU-Projekt CHICAM „Children in Communication about Migration“, welches in den Jahren 2001-2004 mit 10- bis 14-jährigen Jugendlichen, die sich erst ein Jahr in den jeweiligen Einwanderungsländern aufhielten, durchgeführt wurde. Die Jugendlichen beschäftigten sich mit Interkultureller Kommunikation (Foto und Video) und gestalteten eigene Produkte. (Projektbeschreibung vgl. Holzwarth/Niesyto 2007, S. 21ff). Die Ergebnisse des Projekts treffen auch auf ältere Jugendliche mit mehrsprachigem Hintergrund zu. Wird die Mediennutzung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund untersucht, so lässt sich ein größeres Rezeptionsspektrum feststellen. Neben der üblichen Mediennutzung wird auf Medien aus den jeweiligen Herkunftsländern zugegriffen. Diese „medienkulturelle Mehrfachzugehörigkeit“ zeigt sich auf sprachlicher und nichtsprachlicher Ebene (Nieysto 2007: S. 14) sowie in der intensiveren Internetkommunikation. Medienkulturen als Ressource für Identitätskonstruktion setzen sich daher aus der Nutzung von globalen Medienangeboten wie zum Beispiel amerikanischer Rap, lokalen bzw. nationalen Medienangeboten wie z. B. deutschsprachige Musik sowie aus Medienangeboten der Herkunftskultur zusammen (Holzwarth 2007: S. 52). Wie und wieviel jeweils für die Einzelne oder den Einzelnen von Bedeutung ist, muss die eigene Entscheidung bleiben und darf nicht auf eine bestimmte Gruppe festgelegt werden. Neue Möglichkeiten können so geschaffen werden und eine besondere individuelle Form von Handlungskompetenz kann entstehen (Johann 1995: S. 146).

 

Die Unterstützung durch die Lehrenden ist ein nicht zu unterschätzender Faktor bei diesem Prozess. Lehrerinnen und Lehrer mit Kenntnis der Muttersprachen bzw. der Herkunftskulturen, so verschieden diese sind auch sind, erleichtern den Jugendlichen die Auseinandersetzung. Ein rein gemischtsprachiger Zugang, wie Holzwarth dies fordert (Holzwarth 2007: S. 52), hat sich in unserer Arbeit als nicht immer zielführend gezeigt. Zuschreibungen von bestimmten Merkmalen und Vorstellungen („Typisch Jugo!“) lassen die Beschäftigung mit bestimmten Themen in geschmischtsprachigen Gruppen oft nicht zu (Näheres siehe beim Projekt „Familiengeschichte“). Die Gefahr, dass Schülerinnen oder Schüler als Exoten/Exotinnen oder automatisch als Expertinnen und Experten einer Nationalität, einer Religion oder auch einer Kultur hingestellt werden, ist immens. Hier sind die Lehrenden sowie die Jugendlichen gefordert, ein Gleichgewicht zwischen Verschiedenheit und Gleichheit zu finden (Holzwarth 2007: S. 52), um etwas Neues und Gemeinsames entstehen zu lassen. Praktische Übungen und Szenarien aus der Praxis sowie Ideen für Lösungsmöglichkeiten finden sich bei Johann (1995), Haumersen (2005) oder auch Lüthi (2009).

 

Schwierigkeiten können die Rahmenbedingungen bereiten. Zu große Klassen, ein starrer Stundenplan, zu geringe Ressourcen aber auch fehlende Ausbildung und Sensibilisierung der Pädagoginnen und Pädagogen können Hindernisse sein, die Projekt- und Medienarbeit scheitern lassen können.


In der Studie wird auch der Bereich der Familie näher beleuchtet. Jugendliche übernehmen durch die Sozialisation in der Schule Aufgaben von Eltern oder älteren Familienangehörigen. Das führt sehr oft zur Umkehrung der Generationenverhältnisse (Holzwarth 2007: S. 54) und kann Spannungen und Konflikte erzeugen. Ein Beispiel wären etwa die Rollen von Frauen und Männern in patriarchalen Gesellschaftsformen, die durch Traditionen geprägt werden. In der Realität werden diese Rollen ganz anders gelebt. Frauen und ihre Kinder leben jahrelang ohne Mann und Vater, übernehmen alle Aufgaben und organisieren sich ihr Leben alleine. Wenn die Familie dann nachzieht und plötzlich wieder ein gemeinsames Familienleben stattfindet, kommt es zu massiven Veränderungen. Die Auseinandersetzung mit der Herkunftskultur ist daher unabdingbar (Johann 1995, S. 84). Werte der Familie, Werte der migrantischen Jugendlichen und Werte der Freunde und Freundinnen stellen ein Spannungsfeld dar, welches nicht immer miteinander in Einklang zu bringen ist. Hier gibt es nicht ein gelebtes Modell, sondern viele verschiedene Lebensformen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Lebenswelt der Jugendlichen haben. Anerkennung von Zugehörigkeiten, das Ermöglichen von Anpassung in unterschiedliche Zugehörigkeitskontexte und die Idee der Verschiebung von Zugehörigkeitskonzepten (Mecheril 2009: S. 255) bleiben spannungsgeladen, die Diskussion darüber und die Auseinandersetzung damit sind aber wesentliche Punkte, um eigenes Handeln ermöglichen zu können.


Medien wie Internet, Handy oder auch Fotos sind Elemente, die durch die räumliche Trennung der Familienmitglieder vermehrt zum Einsatz kommen, um ein soziales Netzwerk bilden zu können (Holzwarth 2007: S. 55).

 

Freunde und soziale Netzwerke unter Gleichaltrigen sind wichtige Punkte, die durch Projekt- und Medienarbeit gefördert werden können (Holzwarth 2007: S. 55). Das zeigte sich auch bei unseren Projekten, wobei der entscheidende Faktor nicht die Betonung der Verschiedenheit war, sondern die gemeinsame Schaffung von etwas Neuem. Dafür müssen ausreichend Gelegenheiten geschaffen werden, um das erreichen zu können. Musik spielt in diesem Kontext eine wichtige Rolle.

Zu den Projekten

Die Radioarbeit

Die Radioarbeit zieht sich durch alle Projekte durch und ist neben der Arbeit mit eigenen und fremden Texten, Bildern und Fotografien ein Schwerpunkt der Medienarbeit.

Die Gestaltung der Sendung, Auswahl der Themen und Erarbeitung findet in Gruppen statt, am Beginn wird besprochen, wer welchen Teil oder Bereich übernehmen will. Meistens entscheiden sich die Schülerinnen und Schüler für einen gebauten Beitrag. Gebaute Beiträge sind aus mindestens zwei Elementen zusammengesetzt, wenn sie sehr lang und aufwändig sind, werden sie zu Features. (Vgl. Michaelis 2005: S. 34) Hier können die Schülerinnen selbstbestimmt arbeiten, die Texte werden aufgenommen und bearbeitet.

Da alle Jugendlichen andere Erstsprachen als Deutsch haben, bietet das Medium Radio viele spezifische Möglichkeiten und erleichtert die Zugänge. So können Texte noch einmal aufgenommen werden, eventuelle Unsicherheiten beim Sprechen durch wiederholtes Aufnehmen – wenn gewünscht – beseitigt werden sowie die Muttersprachen in die Sendung einfließen.

Das Arbeiten in der Radiogruppe gibt jeder Schülerin / jedem Schüler die Chance, ihre/seine Bedürfnisse und unterschiedlichen Begabungen aufzuzeigen. Manche kümmern sich um die Moderation, für andere spielt das Sendungskonzept eine große Rolle und für viele ist die Arbeit mit dem Mikrofon von besonderem Interesse. Gerade Schüler/innen, die oft Probleme mit dem Leistungsvergleich haben, können im Radio Selbstbestätigung und Anerkennung gewinnen. Daneben wird die Sozialkompetenz gesteigert, Schüler/innen übernehmen Verantwortung in der Gruppe, lernen demokratisches Verhalten und kooperatives Arbeiten und müssen sich mit ihrer eigenen Rolle in der Gruppe auseinandersetzen.

Weitere Punkte, die für die Radioarbeit sprechen, sind die Förderung der Kreativität, der auditiven Wahrnehmung,  der Artikulationsfähigkeit und das Kennenlernen von Medien sowie die kritische Auseinandersetzung damit.

Einer der wichtigsten Aspekte der Radioarbeit ist allerdings, dass Sichtweisen und Meinungen der Schülerinnen und Schüler öffentlich hörbar gemacht werden können. Das ist ein Bedürfnis, welches bei Migranten eine große Rolle spielt, denn sie haben oft das Gefühl, dass sich niemand für sie interessiert. Das Hören der eigenen Stimme trägt wesentlich zur Stärkung des Selbstbewusstseins bei, gerade jene Mädchen, die sehr leise sprechen, können sich hier laut erleben, Stellung beziehen und werden in der Öffentlichkeit wahrgenommen. Einige der Mädchen tragen ein Kopftuch und das Sprechen im Radio bietet die Chance, dass ihnen zugehört wird und sie nicht auf das Tragen des Kopftuchs reduziert werden. Vor allem für die Mädchen ist daher das Radio ein wichtiges Medium, um ihre Anliegen zu transportieren und „hörbar“ (Berger 2003: S.51) zu werden.

Neben der Produktion spielt die Präsentation eine wesentliche Rolle. Die Sendung im Hörfunk macht aus dem Produkt ein „echtes“. Schüler/innen müssen erleben, dass ihre Arbeit nicht nur für eine Schublade bestimmt ist, sondern tatsächlich eine Möglichkeit darstellt, sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Daher sind alle Sendungen „on Air“ auf Radio Orange 94,0 veröffentlicht worden (http://sendungsarchiv.o94.at).

Das Entscheidende bei der medienpädagogischen Arbeit mit dem Radio ist daher nicht ein perfektes Ergebnis, sondern die Auseinandersetzung im Produktionsprozess, der Weg zur Sendung.

 

Projekt: „Familiengeschichten von Jugendlichen mit Migrationshintergrund“

  • Projektlaufzeit: Schuljahr 2006/2007
  • Alter der Lernenden: ca. 15 – 17 Jahre, drei erste Jahrgänge der Fachschule
  • Projektleitung: Isabella Heißenberger, Kristina Reich, Anna Schmutzer
  • Beteiligte Lehrerinnen: Zeynep Elibol, Seher Iscel, Zehra Yilmaz, Maissa Zidan
  • Fächer: Deutsch, Geschichte, Arabisch, Kalligrafie, Psychologie, Religion
  • Unterstützung: Wiener Radiobande, Walter Kreuz

„Durch die Gespräche mit meiner Mutter habe ich erst gemerkt, wie wichtig mir meine Mutter ist.“ (Zeliha)

Ausgangspunkt des Projekts waren Diskussionen im Geschichtsunterricht über den Sinn von Geschichte. Beim Gespräch zeigte sich, dass die Schülerinnen und Schüler großes Interesse an ihrer eigenen Familiengeschichte hatten, aber teilweise auch diese nicht kannten. Die Idee sich mit der eigenen Familiengeschichte zu beschäftigen, begeisterte die Jugendlichen.

Leitlinien im Projekt waren Fragestellungen, die von den Schülerinnen und Schülern selbstständig bearbeitet wurden. Hilfestellung wurde im Regelunterricht von den Betreuerinnen geleistet, bzw. Feedback gegeben, so dass am Ende des Projekts jede und jeder eine eigene Mappe zur Familiengeschichte hatte. Neben Texten enthielten die Mappen Fotos, Zeichnungen und Bilder der Schülerinnen und Schüler.

Die Fragestellungen reichten von „Wie komme ich zu meinem Namen und warum?“ über Familie, Herkunft, Familienrituale bis zu Fragen über biografische Details und zu Großeltern und Lieblingsverwandten. Abschließend sollte die eigene Arbeit reflektiert werden. Die Ergebisse und Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler wurden in drei Radiosendungen der Öffentlichkeit präsentiert. (Teil 1:  http://sendungsarchiv.o94.at/get.php/094pr403, Teil 2: http://sendungsarchiv.o94.at/get.php/094pr419,
Teil 3: http://sendungsarchiv.o94.at/get.php/094pr420)

Eines der wichtigsten Ziele war die Verbesserung der Kommunikation innerhalb der Familien. Durch die Beschäftigung mit der Arbeit waren die Schülerinnen und Schüler gezwungen, mit ihren Eltern, Großeltern usw. über ihre eigene Geschichte zu reden. Das war nicht immer leicht. Anfangs stieß die Idee auch auf teilweises Unverständnis der Eltern, die Angst hatten, über ihre Herkunft und Situation ausgehorcht zu werden, die Ängste konnten dann aber in Gesprächen mit den Lehrerinnen ausgeräumt werden. Im Laufe des Projekts stellte sich dann heraus, dass viele Kinder gerade das Reden miteinander sehr genossen haben und sich viele Anknüpfungspunkte für weitere Gespräche im Alltagsleben ergaben.

Ein weiterer Punkt war, dass die Lebensläufe von Migrantinnen und Migranten durch die Beschäftigung damit eine eigene Wichtigkeit erhielten, die für die eigene Identitätsbildung eine notwendige Voraussetzung ist. Beim Start des Projekts erlebte das Lehrerinnenteam oft, dass die SchülerInnen erzählten, ihre eigene Herkunft sei nicht so wichtig, da die Familie oft aus „Gastarbeiterländern“ käme und daher für die Situation hier nicht so bedeutend wäre. Viele Dinge wie Herkunft oder Bildung der Eltern sind bei den SchülerInnen mit Scham besetzt und sie trauen sich nicht darüber zu reden. So war es auch am Anfang des Projektes. Zum Teil sind die Lebenswelten der SchülerInnen ganz andere, als sie hier erleben. Oft habe ich beobachtet, dass die SchülerInnen dann einfach umschalten und sich äußerlich anpassen. Erst im Laufe des Projektes, als sie erlebten, dass großes Interesse an  ihrem Leben besteht und dass es nicht darum geht, auf jemanden herunterzuschauen, dass großes Unwissen besteht, erst dann konnten sich die SchülerInnen öffnen. Sehr hilfreich war hierbei die Unterstützung von Lehrerinnen mit Kenntnissen der Muttersprachen der Kinder. Viele Familien stammen aus einer Umgebung, die mit österreichischen Verhältnissen nicht vergleichbar sind. Hohe Arbeitslosigkeit, fehlende Ausbildungsmöglichkeiten und mangelnde Gesundheitsvorsorge sind kein Einzelfall. Den Weg, den die Eltern und nicht selten die Kinder zurückgelegt haben, ist ein oftmals sehr schwieriger. Hin und her gerissen zwischen zwei Ländern, beider Sprachen (die Kinder) nicht mächtig, den Willen sich zu integrieren aber auch die Angst, die Identität zu verlieren, all das zeigt sich in den Lebensgeschichten. Oftmals war von Depressionen und zahlreichen Repressionen die Rede. Geht man von den Integrationsversuchen durch und in die österreichische Gesellschaft aus, so sieht man hier einfach, dass noch viele Wege nicht eingeschlagen wurden.

Ein „Nebenprodukt“ der Auseinandersetzung mit der Individualgeschichte ist die Verbesserung der Deutschkenntnisse. Alles zusammen trug somit zum nachhaltigen Selbstbewusstsein der Kinder bei.

Da die Schülerinnen vor allem Mädchen sind, war die Beschäftigung mit Lebensgeschichten in Bezug auf die Rollen der Geschlechter ein wichtiger Teil der Arbeit. Durch den Vergleich mit den Aufgaben und den Lebensbedingungen der Großmutter, der Mutter und sich selbst konnten die Schülerinnen sich mit ihrer Identitätsfindung als junge Frau beschäftigen. Die Zukunftsvorstellungen der Schülerinnen bildeten hierbei einen weiteren Anknüpfungspunkt für Auseinandersetzungen mit der eigenen Rolle.

Beim Lesen der Arbeiten zeigte sich dann, dass eine Veröffentlichung der Ergebnisse ein sehr wichtiger Ansatzpunkt wäre, um zum Verständnis beizutragen. Viele dieser Migrantinnen- und Migrantenschicksale sind für Österreicherinnen oder Österreicher oftmals unbekannt und sehr interessant zu lesen. Viele Verhaltensweisen von SchülerInnen oder Eltern, die auf Unverständnis stoßen, finden hier Erklärungen. Die Beschäftigung damit ist unserer Meinung nach einer der wichtigsten Ansatzpunkte, um gemeinsam an einem friedlichen Leben in unserer Gesellschaft zu arbeiten.

 

Projekt: „Gemeinsam im 7.“

  • Projektlaufzeit: Schuljahr 2007/2008
  • Partnerschulen: Islamische Fachschule für Soziale Bildung (IFS), Realgymnasium für Studierende der Musik
  • Alter der Lernenden: ca. 14 – 18 Jahre,  Klassen: 1FSB, 5A
  • Projektleitung: Kristina Reich, Anna Schmutzer, Ingeborg Womastek
  • Beteiligte LehrerInnen: Lars Amann, Zeynep Elibol, Eva Fischel, Sonja Weilguny
  • Fächer: Deutsch, Geschichte, Religion, Kommunikation u. Präsentation
  • Unterstützung/Projektpartner/innen: BMUKK, KKA, Wiener Radiobande, Walter Kreuz, Bezirksvorstehung 7. Bezirk, Bücherei der Stadt Wien, Pater Paulus Bergauer, Amina Baghajati, Stadtbaugartenamt, Karl Eigenbauer, gecko-art
  • Schulaktion „Kulturelles Erbe. Tradition mit Zukunft“


„Irgendwie sind wir uns doch bei aller Verschiedenheit recht ähnlich.“ (Rita)

Ausgangspunkt dieses Projekts war die Nachbarschaft zweier Schulen im Bezirk, ja sogar in derselben Straße.

Das Ziel des Projekts war, dass unterschiedliche Herkunft und Mehrsprachigkeit wahrgenommen werden und darüber hinaus durch gemeinsames Handeln Verständnis und Akzeptanz füreinander gefördert werden. Daher ging das Projekt über den religiösen Aspekt hinaus. Im Vordergrund standen nicht die verschiedenen Glaubensbekenntnisse der Jugendlichen. Die Projektleitung wurde hier von Lehrerinnen beider Schulen übernommen.

Neben dem Austausch von Steckbriefen, gemeinsamen Kennenlern-Tagen, einer Rätselralley durch den siebten Bezirk – mit Schwerpunkt auf Orte der Begegnung – Kaffeehausbesuche und einer gemeinsamen Radiosendung wurden zwei Fliederbäume in einem Park in der Nähe gepflanzt sowie das Projekt gemeinsam präsentiert.

Reflexion: Am Beginn des Projekts zeigten sich viele Ängste der Schülerinnen und Schüler. Diese resultierten aus ihren alltäglichen Erfahrungen, die sie zum Beispiel auf dem Schulweg, im öffentlichen Raum oder in den vorherigen Schulen gesammelt hatten. Auch für die Lehrenden war es eine große Herausforderung zwei Termin- und Stundenpläne abzusprechen.

Daher war es besonders schön zu sehen, wie sich im Laufe des Projekts bei vielen Begegnungen die Schülerinnen und Schüler angenommen und akzeptiert fühlten. Der Schulweg, der oft durch Unsicherheit (Wie begegnen mir die Leute als Muslimin?) begleitet wurde, gestaltete sich nun ein Stück vertrauter und sicherer, da Verbündete getroffen werden können. Wie sehr sich das Projekt verselbstständigte, erfuhr ich nur auf Umwegen. Schülerinnen und Schüler beider Schulen trafen sich unabhängig von den Lehrerinnen im Park, spielten gemeinsam Fußball oder plauderten.

 

Projekt: „BecViyanaWien – Mädchen durch Wien“

  • Projektlaufzeit: Schuljahr 2008/2009
  • Alter der Lernenden: ca. 16 – 18 Jahre, 2 FSA
  • Projektleitung: Kristina Reich
  • Beteiligte Lehrerinnen: Isabella Heißenberger, Anna Schmutzer
  • Fächer: Deutsch, Geschichte, Geografie, Kommunikation und Präsentation
  • Projektpartner/innen: Ursula Bauer – Projektstelle Gender Mainstreaming, Nadja Bucher – Poetry Slammerin, Wolfgang Dvorak – MA 18/Stadtentwicklung, Elke Krasny – Ausstellungskuratorin „Stadt und Frauen“, Walter Kreuz – gecko-art, Wiener Radiobande, Petra Unger – Kulturvermittlerin
  • Unterstützung: Schulaktion „Kulturelles Erbe. Tradition mit Zukunft“ und „Interkulturalität und Mehrsprachigkeit – eine Chance“ (BMUKK, KKA, BDA, UNESCO-Kommission)

„Ich habe kein Vorbild, ich bin ich!“ (Zeynep)

„Wien ist meine Heimat, hier möchte ich leben.“ (Eda)

Im Zentrum des Projekts stand die Fragestellung, wie mehrsprachige Schülerinnen die Stadt in der sie leben – in diesem Falle Wien – sehen.

Die Idee zum Projekt entstand durch zahlreiche Gespräche in einer Mädchenklasse. Immer wieder wurde von den Schülerinnen thematisiert, dass sie sich in Wien nicht wohl fühlen und hier eigentlich nur zu Gast seien. Viele der Mädchen begriffen sich im Vorfeld als nicht zugehörig zur Stadt Wien, da sie durch ihre anderen Muttersprachen (Türkisch, Mazedonisch, Arabisch) sich nicht als Teil der Bevölkerung fühlten. Alle Schülerinnen sprechen Deutsch als Zweitsprache, fast alle sind in Wien geboren. Wie fühlen sich junge Mädchen migrantischer Herkunft, wie sehen sie Wien und was würden sie sich von der Stadt wünschen?

Projektkonzept: Ausgehend von der Ausstellung „Stadt und Frauen“ im Rathaus spazierten nun Schülerinnen ihre persönlichen alltäglichen Wege durch die Stadt nach und hielten die Eindrücke schriftlich, mündlich und bildlich fest.

Mehrsprachigkeit und Interkulturalität sollte nicht als trennendes Element erlebt, sondern als Bereicherung, Gemeinsamkeit und Transkulturalität in der Stadt gesehen werden. Die Vernetzung mit den Vorstellungen und den Alltagserfahrungen der Schülerinnen war eine wesentliche Komponente. Das kulturelle Erbe und das heutige Leben in der Stadt als zwei sich gegenseitig beeinflussende Komponenten sind entscheidende Punkte, die den Alltag der Schülerinnen prägen.

Die Aktivitäten reichten von Exkursionen und geführten Stadtspaziergängen zum Thema „Frauenspuren“ durch Wien über Ausstellungsbesuche von „Stadt und Frauen“ (Krasny 2008),  und zum Thema „Stadtentwicklung“, Beschäftigung mit Gender Mainstreaming, Lebensläufen berühmter Frauen (Arbeitsunterlage Unger 2006), bis zum Workshop mit Poetry Slam, Schreibwerkstatt und Produktion von Fotoserien und Texten zu Wegen der Schülerinnen in Wien. Die Radiosendung (http://sendungsarchiv.o94.at/get.php/094pr3510 ) und die Audioversion zum Projekt geben einen Überblick über das gelaufene Projekt. Präsentiert wurde es schließlich am Gender Hum Day 2009 und beim Kukiz-Fest in der Bezirksvorstehung Favoriten.

Reflexion: Die Auseinandersetzung und Bearbeitung der Fragestellungen in einem Projekt ermöglichte es, sehr viel zeitintensiver daran zu arbeiten und speziell auf jedes Mädchen einzugehen. Die Individualisierung ließ daher auch die verschiedensten Bearbeitungs- und Ausdrucksformen zu. Die Schülerinnen konnten sich auf unterschiedlichste Art und Weise ins Projekt einbringen und nützten das.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Beschäftigung mit weiblicher Identität, das Sichtbarmachen von Frauen und ihren spezifischen Bedürfnissen in der Stadt. Ausgehend von weiblichen zeitgenössischen und historischen Biografien und Erfolgsgeschichten als bedeutenden Faktoren bei der Bildung der eigenen Identität fand die Auseinandersetzung mit den Wünschen und Anforderungen durch die Gesellschaft statt. Für viele Mädchen war das ein sehr spannendes Thema.

Der Aspekt der Mehrsprachigkeit war bei diesem Projekt bewusst ein Teil des Konzeptes. So wurden die Texte der Mädchen nur behutsam überarbeitet, denn der Prozess des Schreibens sowie die inhaltliche und formale Aussagekraft der Texte sollte nicht zerstört werden.

Wie wird die Stadt mit den unterschiedlichsten Sprachen und Communities gesehen, wo sehen die Mädchen als Frauen ihren Platz und was bedeutet Mehrsprachigkeit in Bezug auf Wien als ihre Heimat? Wo und was macht Heimat aus? Viele Fragen, die im Laufe des Projektes besprochen und diskutiert worden sind, führten zu überraschenden Ergebnissen und Einsichten. Ein Prozess, der immer noch in Gang ist! Das Projekt bietet die Möglichkeit, diesen Prozess hör- und sichtbar zu machen und den Mädchen die Gelegenheit zu geben, ihre Stimme zu erheben. 

Am Ende waren sich die Mädchen bewusst, wie gerne sie in Wien leben und wie sehr sie sich in dieser Stadt mit ihren Möglichkeiten heimisch fühlen.

Die Beschäftigung mit berühmten und bekannten Frauen aus Wien war für die Schülerinnen der Ausgangspunkt der Auseinandersetzung mit eigenen Wünschen und den Wünschen der Familie an sie. Das Verlangen nach Bildung war und ist bei den Mädchen sehr stark zu finden. Die Vorbildwirkung war besonders bei diesem Projekt durch die weiblichen Projektpartnerinnen zu erleben.

Schade ist, dass das Vorkommen von Frauen mit Migrationshintergrund in der Stadt  noch nicht erforscht ist.

Bei der Arbeit im Projekt konnte ich immer wieder erleben, wie Schülerinnen selbstständig Aufgaben übernahmen und mich als Projektleiterin zum Teil erheblich entlasteten und sich um Organisatorisches  und Inhaltliches kümmerten. Das Engagement und die Begeisterung zeigten sich dadurch, dass die Mädchen in ihrer Freizeit am Projekt weiter arbeiteten und die Stadt durchstreiften, um zu fotografieren.

Der Workshop „Poetry Slam“ ergab sich aus dem Wunsch der Mädchen, an der Sprache und der Darbietung zu arbeiten. Viele Mädchen, die sich vorher nicht trauten, eigene Texte vorzutragen, sprachen plötzlich vor Publikum und setzten sich mit „männlich besetzten“ Bereichen wie eben Slam oder Rap auseinander. So ist neben den Slam-Texten ein Rap entstanden.

Die Suche nach weiblichen Spuren in der Stadt führte dazu, dass die Umgebung nachhaltig viel bewusster wahrgenommen wird. Der Blick auf Wien hat sich verändert. Die Auseinandersetzung mit Gender Mainstreaming führte zu einem genaueren und kritischen Blick auf die Umwelt und half mit, eigene Wünsche und Ziele besser zu formulieren. Die Radioarbeit war bei alldem ein wichtiger Teil. Die eigenen Stimmen „hörbar“ zu machen und das positive Echo bei den verschiedensten Präsentationen war für die Mädchen wie immer ein entscheidender Faktor.

Zum Schluss möchte ich noch auf das überraschend große Interesse der Projektpartner/innen hinweisen, egal, wen ich gebeten hatte, bei diesem Projekt mitzuarbeiten. So kamen mir alle mit Termin und Honorar entgegen und zeigten große Neugierde am Projekt.

Abschließende Bemerkungen

Die Medien- und Projektarbeit bietet vielfältige Ansatzpunkte um an Selbst- und Fremdbild der Schülerinnen und Schülern zu arbeiten sowie die jeweils individuelle Kommunikationsfähigkeit zu entwickeln und zu verbessern. Die Beschäftigung mit der eigenen Identität, den familiären Wurzeln und dem sozialen Umfeld hat einen direkten Einfluss auf die Wahrnehmung der Umgebung und das eigenverantwortliche Handeln und spielt eine zentrale Rolle hinsichtlich der Nachhaltigkeit von Projekten. Alle beschriebenen Projekte haben deutliche Spuren im sozialen und familiären Umfeld der Schülerinnen und Schüler hinterlassen. Dies zeigt sich vor allem in einer verbesserten Kommunikation innerhalb der Familie und in einem Abbau von unterschiedlichsten Barrieren im Zusammenleben.

 

Eines der Erfolgskritierien ist die Vernetzung und Verbindung der inhaltlichen Fragestellungen mit den Vorstellungen und dem Alltag der Schülerinnen und Schüler. Ein weiterer wesentlicher Aspekt ist die aktive Einbindung der Mehrsprachigkeit. Diese muss auch von den Jugendlichen – als Ressource und nicht als Manko gesehen werden.


Eine besondere Rolle nehmen die Lehrenden ein. Als Vermittlerinnen und Vermittler können sie Hilfe und Unterstützung leisten, Bildung im interkulturellen Bereich ist eine wesentliche Voraussetzung. Allerdings kann die Verantwortung nicht den Lehrerinnen und Lehrern alleine übertragen werden. Keines der Projekte wäre ohne erfolgreiche Teamarbeit im Kollegium, das Engagement Einzelner sowie ohne Unterstützung der jeweiligen ProjektpartnerInnen, SponsorInnen und offiziellen Stellen möglich gewesen. Für eine zukunftsträchtige, den schulischen Anforderungen gerecht werdende Medien- und Projektarbeit ist ein Ausbau der vorhandenen Mittel und Ressourcen wünschenswert sowie ein flexibler Schulalltag, der sich nicht unbedingt an die übliche 50-Minuten Unterrichtsstunde halten muss.


Alle geplanten Aktivitäten müssen der jeweiligen Gruppe und der ihr innewohnenden Vielfalt angepasst werden. Es gilt Stereotypen und Vorurteilen nicht nur von und gegenüber muslimischen Jugendlichen sondern Jugendlichen allgemein entgegenzutreten und individuelle Wahrnehmungsräume zu schaffen Gendermainstreaming und Diversitymanagement sind dabei Faktoren, auf die nicht verzichtet werden kann.


Wesentlich ist, eine konstruktive Auseinandersetzung nicht durch Provokationen, Tabubrüche oder Überforderungen  zu verunmöglichen. Jugendliche sollen sich individuell mit ihren und ihnen gesetzten Grenzen auseinandersetzen können. Eine etwaige Verschiebung von Grenzen muss jedoch Sache jeder Einzelnen und jedes Einzelnen bleiben und kann nicht erzwungen werden.

 


Literaturliste

Bendl, Regina (2007): Gender – und Diversitätsmanagement im Schulbereich. In: Bundesministerium f. Unterricht, Kunst und Kultur: Geschlechtssensible Schule. Forschung und Praxis im Dialog. 1.österreichischer Gender Day für Schulen. Dokumentation. Wien, S. 29-43


Berger, Christian (2003): Macht euch hörbar! Emanzipatorische Radioarbeit mit Kindern. In: ide -Informationen zur Deutschdidaktik. Zeitschrift für den deutschunterricht in Wissenschaft und Schule. Ausgabe 2/2003. StudienVerlag Innsbruck, S.48-58


Brizic´, Katharina (2007): Das geheime Leben der Sprachen. Gesprochene und verschwiegene Sprachen und ihr Einfluss auf den Spracherwerb in der Migration. Münster: Waxmann.

Haumersen, Petra/Liebe, Frank (2005): Wenn Mulitkulti schiefläuft? Mediation in der interkulturellen Arbeit. Mühlheim an der Ruhr: Verlag an der Ruhr.


Holzwarth, Peter (2007): Projektergebnisse und Empfehlungen zu den Bereichen Mediennutzung, Schule, Familie und Peer group im Überblick. In: Niesyto, Horst/Holzwarth, Peter/Maurer, Björn (2007): Interkulturelle Kommunikation mit Foto und Video. Ergebnisse des EU-Projekts CHICAM „Children in Communication about Migration“. Medienpädagogische Praxisforschung Band 2, München: kopaed, S. 49-56.

Interaudio (2007): Materialen für die interkulturelle Radioausbildung. Hrsg. Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk (LPR Hessen). Kassel.


Johann, Ellen/Michely, Hildegard/Springer, Monika (1998): Interkulturelle Pädagogik. Methodenhandbuch für sozialpädagogische Berufe. Berlin: Cornelsen.


Kalayci, Erdal (2009): „Integrierts euch?!“ Grundlagen, Hürden und Vision im Integrationsprozess von MigrantInnen. Wien: Planet-Verlag.


Khan-Svik, Gabriele/Yildiz, Erol (2009): Gesetzliche und organisatorische Rahmenbedingungen in der pluralistischen Schullandschaft: Zur Notwendigkeit einer diversitätsbewussten Bildung in der Migrationsgesellschaft. In: Probebühne Zukunft: Schule und interkultureller Dialog.


Krasny, Elke (2008): Stadt und Frauen. Eine andere Topographie von Wien. Metroverlag Wien.


Lüthi, Erika/Oberpriller, Hans (2009): Teamentwicklung mit Diversity Management. Methoden-Übungen und Tools. Bern: Haupt.


Mecheril, Paul (2004): Einführung in die Migrationspädagogik. Weinheim und Basel: Beltz Verlag.


Michaelis, Elke (2005): Das kleine Einmaleins des Radiojournalismus. In: Bloech, Michael/Fiedler, Fabian/Lutz, Klaus (Hrsg.): Junges Radio. Kinder und Jugendliche machen Radio. Materialien zur Medienpädagogik Band 5, München: kopaed.

Niesyto, Horst (2007): Interkulturelle Kommunikation und Medienbildung. In: Niesyto, Horst/Holzwarth, Peter/Maurer, Björn (2007): Interkulturelle Kommunikation mit Foto und Video. Ergebnisse des EU-Projekts CHICAM „Children in Communication about Migration“. Medienpädagogische Praxisforschung Band 2, München: kopaed, S. 13 – 19.

Unger, Petra (2006): Wiener Frauenspaziergänge. Wo sich Frauen in Wien am besten finden. Metroverlag Wien.

Tags

diversität, integration, gender, projekt, schule, radio