Neue Medien

2/2009 - Computerspiele

PowerPoint - Macht und Einfluss eines Präsentationsprogramms

Wolfgang Coy / Claus Pias (Hrsg.)

AutorIn: Redaktion Medienimpulse

Wie böse ist PowerPoint? Und wer ist wirklich schuld an (m)einem schlechten Vortrag? Elf Experten setzen sich in diesem Buch praktisch und theoretisch mit diesen und anderen Fragen auseinander.

Abstract

S. Fischer Verlag

Frankfurt am Main

Dezember 2009


Wolfgang Coy und Claus Pias schaffen mit ihrem Buch „PowerPoint – Macht und Einfluss eines Präsentationsprogramms“ einen interessanten Einblick in die vielbesprochenen Präsentationsprogramme abseits der üblichen Verdummungsverurteilungen.

In elf Beiträgen lassen sie Autoren zu Wort kommen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, Powerpoint kritisch, aber nicht feindselig zu betrachten. Somit ist die Frage, die dem Buch zugrunde liegt, nicht „Macht PowerPoint dumm?“ sondern „Ist PowerPoint wirklich schuld an schlechten (aber auch guten!) Vorträgen?“

Der Bogen wird über Claus Pias’ Einstiegsbeitrag über die Entwicklung des Overheadprojektors, mit dem die dem Publikum zugewandte, technisch unterstützte Präsentation ihren Anfang genommen hat, zu einigen wirklich gut geschriebenen Artikel, die sich mit der tatsächlichen Anwendung von PowerPoint als Präsentationssoftware und den zahlreichen Regeln, die damit einhergehen, beschäftigen, gespannt.

So bietet beispielsweise Matthias Müller-Prove einen ausgezeichneten Beitrag zur Sinnhaftigkeit von Präsentationsprogrammen, in welchem er sich als Befürworter der „slideware“, aber als Gegner stupider Vorträge darstellt. Klaus Rebensburg zeichnet PowerPoint als Vergrößerungsglas, das Gutes besser macht und Schlechtes leider schlechter. Beat Wyss gedenkt in seinem ehrgeizigen Beitrag dem Diapositiv und drückt damit seine „Sehnsucht nach dem transluziden Bilde aus, das aufscheinend in künstlicher Dunkelheit ausdrückt, was die starke Linearität von PowerPoint nicht auszudrücken vermag.“ Und Herbert Hrachovec bringt zudem den Begriff der PowerPoint-Karaoke ins Spiel, während Christoph Bieber die entscheidende Frage stellt, ob PowerPoint denn nun böse sei.

Insgesamt bietet „PowerPoint – Macht und Einfluss eines Präsentationsprogramms“ einen neuen Zugang zur Thematik und verzichtet dabei auf den erhobenen Zeigefinger, den die bisher bekannte Literatur nur zu gerne einsetzt. Das Buch spricht damit sowohl Praktiker als auch Theoretiker an und jeder, der sich mit dem Thema auseinandersetzen möchte, wird dabei einen oder mehrere interessante Artikel für sich entdecken.

Tags

powerpoint, präsentationsprogramme, software