Neue Medien

4/2016 - Macht, Souveränität, Herrschaft

Rezension: Par Force. Jagd und Kritik

von Robert Suter

AutorIn: Christian Zolles

Christian Zolles rezensiert für die LeserInnen der MEDIENIMPULSE Robert Suters Souveränitätsanalyse der Jagd in der frühen Neuzeit und stellt sie damit direkt in einen Zusammenhang mit Macht, Souveränität und Herrschaft ...

Abstract

Die Rezension zu Robert Suters Par force. Jagd und Kritik ergänzt den Schwerpunkt der vorliegenden Ausgabe der MEDIENIMPULSE zum Thema Macht, Souveränität und Herrschaft. Ein bestechendes Beispiel der Darstellung von Herrschaftspraktiken als Raum- und Netzwerkpraktiken in der Frühen Neuzeit: Über die Parforcejagd wird das Wild zum Träger fürstlicher Herrschaft über ganze Territorien. Damit ist der Grundstein für eine lange noch gültige Praxis gelegt, sich durch das Schauspiel der Jagd als Souverän zu präsentieren – und ins Kreuzfeuer der Kritik zu geraten.


Verlag: Konstanz University Press
Erscheinungsort: Konstanz
Erscheinungsjahr: 2015
ISBN 978-3-86253-066-3


Cover: Par Force. Jagd und Kritik
von Robert Suter
Quelle: Amazon

I. Bildraum der Jagd und Kritik

Im Zentrum der kürzlich wieder aufgeflammten Auseinandersetzung zwischen dem österreichischen Lobbyisten, Großgrundbesitzer und inoffiziellen Grafen Alfons Mensdorff-Pouilly und der Tierrechtsorganisation Verein gegen Tierfabriken (VGT) stehen Gatterjagden auf gezüchtete Wildtiere, die Mensdorff-Pouilly regelmäßig für internationale Gesellschaften im südburgenländischen Luising veranstaltet. Aktuell verurteilt der VGT die illegale Aussetzung von in ausländischen Massentierhaltungen gezüchteten Stockenten, Fasanen und Rebhühnern zur Jagd[1]und allgemein die Jagdform als Tierquälerei und als "Spitze des Eisbergs feudaler Jagdbelustigung, abseits von Tierschutz und Ökologie".[2] Demgegenüber sieht sich Mensdorff-Pouilly von laufender Besitzstörung durch neidische Tierrechtsaktivisten betroffen und betrachtet die Jagd nicht nur als Leidenschaft, sondern als Notwendigkeit, um den Wildbestand zu regulieren und das System der Kulturlandschaft im Gleichgewicht zu halten.[3] Wie man aus Robert Suters Par force erfahren kann, folgen die Argumentationslinien beider Parteien einer Tradition von Jagd und Kritik, die im Grunde bis in die Zeit der Reformation zurückverfolgt werden kann. Wer sich detailliert und auf hohem kulturtheoretischen Niveau mit den politischen Hintergründen der heutzutage anachronistisch anmutenden Debatte auseinandersetzen möchte, ist hier bestens aufgehoben.

Eingeleitet wird die Studie von einem vergleichbaren Vorwurf des Tierfilmers, Umweltschützers und Ökologen Horst Stern aus dem Jahr 1975 an den damaligen Bundespräsidenten der BRD Walter Scheel, sich auf einem Pressefoto als Jäger inszeniert zu haben. Dies widerspreche der Notwendigkeit einerseits der staatspolitischen Repräsentation, da es zu einer Diffusion zwischen privater und öffentlicher Person komme, und andererseits des vernünftigen ökopolitischen Handelns. Die Zuchttierjagd, an der Scheel teilgenommen hatte, stehe in der Tradition einer übersteigerten Hege, die es doch angesichts des bedrohlich hohen Wildbestandes in den Wäldern radikal zu vermindern gelte, um das natürliche Gleichgewicht wiederherzustellen. Stern argumentiert im Sinne einer liberalen Ökonomie für die Regulierung eines Tierbestandes, dessen Ungleichgewicht prinzipiell schon aus einer menschlichen Bevormundung der Natur resultiert; der Jäger hat gewissermaßen in die Rolle des Raubtiers zu schlüpfen, um jene Lücke zu füllen, für die der Mensch durch übermäßige Domestikation der Wildnis selbst verantwortlich ist. Die Grenze zwischen Zivilisation und Wildnis muss demnach laufend künstlich aufrechterhalten werden.

Mit der Debatte über die richtige Form der Hege ist die unvermutete Komplexität des Themas aufgezeigt, das Suter methodisch über die Akteur-Netzwerk-Theorie (ANT) erschließt. Hat sich deren Vokabular nicht zufällig auch über eine Fallstudie Michel Callons zur Muschelzucht entwickelt (42), so lässt sich die Untersuchung des Verhältnisses von Mensch-Tier-Netzwerken im besonderen Maße auf das Feld der Jagd übertragen. Anders als in der herkömmlichen ANT wird aber nicht von einem symmetrischen Feld ausgegangen, auf dem menschliche und nichtmenschliche Akteure sozial undifferenziert zusammenwirken. Das Wesentliche an der Jagd sei es gerade, dass sie "unrettbar politisch inkorrekt […] eine Kunst zur Herstellung asymmetrischer Verhältnisse" (14) darstellt. Diese durch Kulturtechniken erzeugten Asymmetrien können entlang von sozialen Hierarchiebildungen bestimmt werden und in die Darstellung einer sich in der Frühen Neuzeit herausgebildeten umfassenden politischen Ökologie münden. Darin erscheinen nicht nur menschliche, sondern auch 'natürliche' Dinge wie Wälder, Pflanzen oder Tiere als "Medien politischer Gewalt" (48).[4]

Kann bei der Herausbildung dieser Netzwerke von 'Montage' gesprochen werden (49), so gilt dies im besonderen Maße auch für die basale historische Rekonstruktion. Insofern muss der Verweis auf eine jahrhundertealte Tradition der Jagd und Jagdkritik relativiert werden: Genaugenommen handelt es sich bei jeder Bezugnahme darauf um eine Rezitation, also um die Aktualisierung und Neukombination unterschiedlicher präfiguraler Elemente. Mit Walter Benjamin kann von einem "Bildraum der Jagd" (21f.) gesprochen werden, wie er beispielhaft in einer am Umschlag abgebildeten Installation des Objektkünstlers Mark Dion erzeugt wird.

II. Poltische Wildnis

Im ersten der beiden Hauptteile wird die mittelalterliche Waldwildnis als politisches Ensemble vorgestellt. Der Bannmacht des Königs wurde mit der terra nullius eine römische Rechtsformel in die Hand gelegt, die das Niemandsland immer schon mit einem eigenen Status belegte. Wie aus dem Neologismus forestis hervorgeht, der sich seit dem 7. Jahrhundert in Schenkungsurkunden als Bezeichnung für wüste Gegenden durchsetzte, gab es de jure kein Außerhalb der königlichen Macht der Hege. Diese bezog sich nicht allein auf den Wald, sondern explizit auf das Wild, das dem König weiterhin das Jagd- und damit das Obrigkeitsrecht sicherte. Mit dem vom Autor an anderer Stelle noch eingehender beleuchteten Übergang von der terra nullius zum res nullius[5] und der Entstehung des Jagdregals sollte sich um 1500 die zwischen König, Wald und Tieren eingegangene "Allianz" (33) im wahrsten Sinne zerstreuen: "Fiel erst der Forst als herrenloses Land unter den Bann des Herrschers, so ist es nun das Wild, das als herrenloses Gut unter die Gewalt des Jagdherren fällt." (42) Diese Enträumlichung des Wildbestandes und damit auch der Jagdpraktiken ist im direkten Zusammenhang mit der frühneuzeitlichen "Parzellierung des Politischen" (37) und der Sicherung einzelner Territorialstaaten zu sehen.

Über den Forstbann hinausgehend wurde es dem Souverän mit dem Wildbann ermöglicht, seine potenzielle Omnipräsenz auf dem gesamten Herrschaftsgebiet zu sichern. Die Bewegungen der Tiere trugen den Hoheitsanspruch aus dem Wald über die Felder der Untertanen, die selbst nicht jagen durften und neben den Flurschäden des Wildes auch jene der Jagdgesellschaften hinzunehmen hatten. Die Ausbreitung hatte System: Dafür verantwortlich war eine Überhegung und Massierung des Wildbestandes, der "eine kleine Territorialisierungsmaschine" und vielleicht auch "die erste intelligente Masse der Neuzeit" (43) darstellte. Die Folge waren eine Auflösung der alten politischen Wälder und die Verwischung zwischen Forst und Kulturland, Wildnis und Zivilisation. Die Wende von der königlichen All- hin zur fürstlichen Territorialmacht, vor der der frühe Staatstheoretiker Jean Bodin mit Verweis auf die biblische Tyrannenfigur Nimrod warnte, wird also in der Parforcejagd emblematisch gespiegelt.

Im Zentrum dieser neuen Jagdmethode stand nun nicht mehr das Duell mit einem wehrhaften Bären oder Wildschwein, sondern die Präsenz eines majestätischen Fluchtwilds. Auch am Umstand, dass der Leithund den Falken als symbolisches Jagdtier endgültig ablöste, wird ersichtlich, dass es nunmehr "Kollektive" (51f) waren, die in Form eines "Kriegsspiels" (55–57) die Landesherrschaften durchmaßen. Die Jagd wurde zu einem fürstlichen Phantasma absoluter Macht, zu einem Begehren, das es gerade in Abwesenheit zu repräsentieren galt: einerseits in Einrichtungen wie Jagdschlössern, Jagdhäusern, Fasanerien oder Gehegen, andererseits in humanistischen Traktaten und Dialogen über die Jagd. Es war eine "Inszenierung maximaler Differenz" (18) zwischen Jäger und Tier, die kaum mehr in direkten Kontakt kamen, wie es am eklatantesten beim 'teutschen Jagen' praktiziert wurde, bei dem zuvor zusammengetriebenes Wild von Ständen aus erlegt wurde.

Die zentrale Bedeutung des Jagddiskurses für die Herausbildung und Bestätigung der frühneuzeitlichen Herrschaftsverhältnisse zeigte sich vice versa an der aktualisierten Form der Macht- und Zeitkritik. So lassen sich die lutheranischen Teufelsbücher komplementär zur Parforcejagd lesen, als darin die unaufhörliche Jagd nach dem Teufel zum Leitbild wurde. Über die Figur des selbstgerechten Jägers wirkte die pastorale Kritik zugleich als politische Kritik. Ihr ursprünglich prophetischer und eschatologischer Charakter sollte im 18. Jahrhundert einer neuen Form politischer Sorge übertragen werden, die der Jagd neue Grenzen setzte.

III. Poetische Kritik

In der literarischen Jagdkritik in Schriften etwa von Matthias Claudius und Gottfried August Bürger erhielt das Wild den Status einer göttlichen Kreatur, dem 'par force' ('mit Gewalt')[6] ein Martyrium auferlegt war. Verbunden war diese Anklage mit der Einführung von verzerrten Tierlauten in die poetische Sprache: "rezitierbar für politische Radikale wie Büchner, rezitierbar aber auch für Tierschützer wie Horst Stern, die sich damit anschicken, das Erbe der alten pastoralen Kritik anzutreten." (115) Diese "Allianz zwischen Politik, Poesie, Theologie und Umweltaktivismus" (101f.) sieht Suter noch in aktuellen Publikationen der Tierrechtsbewegung aktiv.[7] Ist damit die Herkunft der unterschiedlichen affirmativen und kritischen 'Stimmen' zur modernen Jagd diskursanalytisch bestimmt, so ist es entscheidend, diese vor dem Hintergrund einer neuen ökonomischen Ordnung zu betrachten.

Im kameralistischen Denken, das als politisches Universalwissen alle Formen der Wirtschaft zur Obsorge um den Staatshausalt machte, wurde die Jagd zu einer "abseitige[n] Okönomie" (117). Ungeeignet für Akte des Tausches, fanden sich in ihr direkt die mikroökomischen Differenzen zwischen Herr und Knecht angesprochen: eine herrschaftliche Ökonomie der Verausgabung, des Luxus und des Vergnügens trafen auf eine bäuerliche Ökonomie der Subsistenz und der Sparsamkeit. Dies hatte zur Folge, dass die ausgedehnten Jagdgebiete zunehmend auf Reservate beschränkt wurden, in denen der Souverän weiterhin seiner Repräsentationstätigkeit nachgehen konnte, während außerhalb die Macht der Policey walten sollte. Anhand von drei literarischen Beispielen führt Suter abschließend präzise aus, inwieweit sich um 1800 das "Primat der ökonomischen Vernunft" (123) durchgesetzt und der Jagd einen unsicheren politischen Status verliehen hatte: In seiner 'bildlich-witzigen' Manier und durchaus dem symmetrischen Prinzip des Kameralismus folgend legte Jean Paul das schiefe Tauschverhältnis und die eigentliche Repräsentationsleere der Jagd bloß; in der als Konterkarikatur zu Die Räuber entworfene Figur des Wilderers verhandelte Friedrich Schiller die Grenzen der Zivilisation und das kulturell bedingte Tier im Menschen, wobei "die imaginäre Signatur des großen Wilderers oder Räubers" (142) fälschlicherweise als Sozialrebellentum gedeutet werden sollte; und in Heinrich von Kleist Die Hermannsschlacht stößt man mit dem Auftritt einer Bärin auf Relikte des Hetztheaters und den "dunklen Grund der Gewalt" (160) in der Moderne, deren Wildnis zwar gebannt, aber nicht mehr souverän beherrscht ist, was zu einer bei Kleist so typischen Entfesselung der Gewalt ohne klaren politischen Repräsentanten führte.

Der Bildraum literarischer Kritik wird durch eine im Anhang (neben einer Darstellung von Ernst Jüngers Landschaftserfahrung im Zweiten Weltkrieg als Besatzer in Frankreich) publizierte Ausführung über Karl Marx' 1842 für die Rheinische Zeitung verfassten Artikelserien über die Pressefreiheit und das neue Holzdiebstahlgesetz ergänzt.[8] Hieraus geht hervor, wie der Wald im 19. Jahrhundert zum Ort der systematischen industriellen Nutzung und vom Brennholz- zum Bauholzlieferanten wurde. Dem hatte der Landtag insofern Rechnung getragen, als das Holzsammeln nicht mehr als Gewohnheitsrecht angesehen wurde, sondern zu einem Kriminaldelikt wurde, das nur einzelnen Privatinteressen zugutekam. Marx verlieh nun den Holzsammlern eine Stimme, jenen, die an den Rändern des Ökonomischen auf der Seite der 'natürlichen' Subsistenz standen, im neuen Bereich des 'Sozialen'. Suter sieht mit Latour die Probleme der Holzsammler allgemein in Verbindung mit dem Wesen der Presse (dem 'Blätterwald'): Als vom demokratischen Diskurs ausgeschlossen, tatsächlich nur vom Gesetz zusammengehalten, markieren die Holzsammler "die Grenze der Mittelbarkeit, die äußere Grenze dessen, was die Zeitung an Vermittlung leisten kann" (215). Daraus wird gefolgert: "Es gibt keine Möglichkeit, die Teilungen der modernen Industriegesellschaft zu untersuchen, ohne jene Instanzen der Mitteilung zu berücksichtigen, über die sich diese Gesellschaft über ihre Geteiltheit verständigt, ohne sich dabei einig zu werden. Die Sozialkritik von Marx ist daher notwendigerweise auch Medienkritik und umgekehrt." (216) Spätestens an dieser Stelle bedauert man, dass es in dem Buch zu keiner umfassenden theoretischen Zusammenführung der unterschiedlichen Medien und Medienkritiken des Politischen gekommen ist.

IV. Conclusio

Mit großem Einsatz und viel Feingefühl haben KollegInnen im Umfeld des Fachbereichs Geschichte und Soziologie der Universität Konstanz die überarbeitete Fassung von Robert Suters Dissertationsschrift zu einer in sich geschlossenen Monografie gebracht. Die wenigen Fragment gebliebenen Textstellen lassen sich problemlos selbst erschließen, wie im Grunde auch die eine oder andere offen gebliebene Frage zur herrschaftsanalytischen Weiterführung der Akteur-Netzwerk-Theorie (ANT). Deren Anwendung auf unterschiedlichste Quellen frühneuzeitlicher Jagdpraktiken ist bespielhaft und macht Par force zu einem Erlebnis ständiger Reflexion über den Status der einzelnen ('menschlichen', 'tierischen', 'gerätlichen') Akteure. Anregungen erhält man nicht zuletzt von Suters weiteren Forschungen über 'erfolgreiche Versager', über Praxeologien der Wahrheit und über Krebs, die in einem abschließenden Schriftenverzeichnis aufgeführt sind. Es bleibt zu hoffen, dass die höchst anspruchsvollen, ausgezeichneten Gedankengänge des viel zu früh verstorbenen Literaturwissenschaftlers reichlich Anschluss finden.


[1] Vgl. die am 21. September 2016 eingebrachte Anzeige des VGT-Obmanns Martin Balluch gegen Alfons Mensdorff-Pouilly, unter: http://www.martinballuch.com/erneut-anzeige-gegen-alfons-mensdorff-pouilly-wegen-illegaler-federwildhaltung (letzter Zugriff: 22.12.2016).

[2] Verein gegen Tierfabriken: Petition. Schluss mit der Jagd auf gezüchtete Tiere!, unter: http://vgt.at/actionalert/gatterjagd/petition.php (letzter Zugriff: 22.12.2016).

[3] Mensdorff-Pouilly, Alfons: "Ich liege erst am Boden, wenn ich tot bin". Interview mit der Wochenzeitschrift News vom 29. Jänner 2016, unter: http://www.news.at/a/alfons-mensdorff-pouilly-news-interview (letzter Zugriff: 22.12.2016).

[4] Siehe weiterführend zur Verschränkung der ANT mit der Medienforschung Thielmann, Tristan/Schüttpelz, Erhard (Hg.) (2013): Akteur-Medien-Theorie, Bielefeld: transcript; Engell, Lorenz/Siegert, Bernhard (Hg.) (2013): ANT und die Medien: Zeitschrift für Medien- und Kulturforschung 4.

[5] Kempe, Michael/Suter, Robert (Hg.) (2015): Res nullius. Zur Genealogie einer Rechtsformel, Berlin: Duncker & Humblot (Schriften zur Rechtsgeschichte 170).

[6] Zu den auf Benjamin gestützten "Präliminarien einer Kritik der Gewalt", 75–78.

[7] Vgl. in diesem und weiterem Zusammenhang etwa auch Balluch, Martin (2005): Die Kontinuität von Bewusstsein. Das naturwissenschaftliche Argument für Tierrechte, Wien/Mühlheim a. d. Ruhr: Guthmann-Peterson, insbes. 115–143 ("Die soziale Konstruktion der Kluft zwischen Mensch und 'Tier'") u. 276–308 ("Zur Geschichte der Tierrechtsbewegung").

[8] Aus aktuellem Anlass soll jene Stelle herausgestellt werden, in der Karl Marx auf eine haute volée Bezug nimmt: "Der volkstümliche Charakter der freien Presse [...], die historische Individualität der freien Presse, die sie zur eigentümlichen Presse ihres eigentümlichen Volksgeistes macht, widerstreben dem Redner aus dem Fürstenstand, er stellt vielmehr die Forderung an die Pressen der verschiedenen Nationen, die Pressen seiner Ansicht, die Pressen der haute volée zu sein, und statt um die geistige Weltkörper, die Nationen, um einzelne Individuen zu kreisen." (Karl Marx, Debatten über die Preßfreiheit, 1842, zit. n. 193f.)

Tags

souveränität, jagd, wild, frühe neuzeit